Ein unbeschwerter Urlaub an der türkischen Riviera neigt sich für Marco W. und seine Eltern (Veronica Ferres und Herbert Knaup, Foto) dem Ende zu. Am letzten Tag passiert die folgenschwere Katastrophe: Marco wird wegen angeblicher Vergewaltigung einer minderjährigen Britin verhaftet. Immer wieder steht er vor Gericht, ohne dass es zu einem Urteil kommt ...

Regisseur Oliver Dommenget, sonst eher für laue Kost wie "Im Tal der wilden Rosen" verantwortlich, zeichnet hier kritisch die Ereignisse nach, die seit 2007 die Medien beherrschten. Marco W., der seine Erlebnisse 2008 in dem Buch "Meine 247 Tage im türkischen Knast" verarbeitete, wurde 2009 in Abwesenheit wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren, zwei Monaten und 20 Tagen zur Bewährung verurteilt. Seine Anwälte legten allerdings Revision gegen das Urteil ein. In der Hauptrolle ist der hierzulande kaum bekannte Jungdarsteller Vladimir Burlakov ("Schurkenstück", "Im Angesicht des Verbrechens") zu sehen, die Leid geprüften Eltern geben Veronica Ferres und Herbert Knaup, die hier nach "Die Braut" und Annas Heimkehr" zum dritten Mal miteinander vor der Kamera standen.