Die in Panik geratene Estin Adina Tamm verursacht einen Unfall. Sie hatte versucht, einen Mann zu überfahren, der sie verfolgt hatte. Auf dem Überwachungsvideo, das Maria Wern und ihre Kollegen später sichten, ist aber seltsamerweise niemand außer der Frau selbst zu sehen. Nach Auskunft ihres Freundes Erik leidet Adina seit einiger Zeit unter Verfolgungsängsten. Warum aber schließt er ihre Ausweispapiere weg? Als Adina in den Tod springt, fühlt die Kriminalinspektorin diesem Erik auf den Zahn. Der Zufall kommt ihr zu Hilfe: Teenager finden im Wald die Leiche einer vermissten Estin, mit der Erik auch schon liiert war. Laut gerichtsmedizinischer Untersuchung war die Frau schwanger. Erwartete etwa auch Adina ein Kind? Auf diese Frage erhält Maria Wern zunächst keine Antwort, denn Adinas Leiche verschwindet unter mysteriösen Umständen aus der Pathologie. Der Selbstmord einer glücklich verheirateten Ehefrau, die sich nach einer Fehlgeburt aus dem Krankenhausfenster stürzte, lenkt die Aufmerksamkeit der Inspektorin auf eine exklusive Privatklinik, mit der auch Erik in Kontakt steht ...

Nach dem Roman der schwedischen Bestsellerautorin Anna Jansson: Maria Wern beschäftigen dieses Mal mysteriöse Fälle von Verfolgungswahn mit Todesfolge. Die hübsche Kommissarin muss sich auch im Alltag durchboxen, denn sie ist verwitwet, alleinerziehend und seit kurzem auch noch frisch getrennt von ihrem Freund. Das mag alles ein bisschen überladen wirken, aber die volle Problempackung ist ja recht typisch für skandinavische Krimi-Formate. Genauso wie eine düstere Optik, die in dieser Reihe aber nicht gehäuft festzustellen ist. Regie führte einmal mehr Erik Leijonborg, der vor der "Maria Wern"-Reihe schon in zwei "Håkan Nesser"-Fällen menschliche Fehler und Abgründe beleuchtete.

Foto: ARD/Degeto/Eyeworks Film Gemini/Calle Persson