Während eine alleinerziehende Mutter mit Nachbarn einen ausgelassenen Abend verbringt, verschwindet ihr zehnjähriger Sohn Andreas. Kurz darauf wird ein zweiter Junge, der Weißrusse Sasha, als vermisst gemeldet. Während die Polizei nach den beiden sucht, stirbt der Kleinkriminelle Lundin bei der Detonation einer Autobombe. Ein Zinnsoldat unter dem Beifahrersitz führt Kriminalinspektorin Maria Wern in Andreas' Kinderzimmer, wo sich neben jeder Menge Kriegsspielzeug auch eine scharfe Handgranate befindet. Es handelt sich um das gleiche russische Modell, mit dem Lundin in die Luft gesprengt wurde. Der Verdacht fällt auf Andreas' Vater Tommy Nilsson, der mit Lundin in krumme Geschäfte verwickelt war. Als Maria kurze Zeit später den Mann in seinem Haus ermordet auffindet, zerschlagen sich ihre Hoffnungen auf eine rasche Klärung des Falls. Die schwer misshandelte Russin Nadja bringt die Inspektorin auf die Spur des russischen Zuhälters Kossack, der auf einem im Hafen vor Anker liegenden Frachter ein illegales Bordell betreibt. Hier vergnügte sich auch der aufstrebende Lokalpolitiker Martin Ahl - der seither von Kossack erpresst wird. Doch was haben die beiden verschwundenen Jungen mit den Vorgängen zu tun?

Eva Röse überzeugt einmal mehr in der Rolle der warmherzigen Inspektorin, die zwischen ihrem belastenden Beruf und ihren Pflichten als Mutter pendelt. Aus der Perspektive der beteiligten Frauenfiguren behandelt der Fall männerspezifische Verbrechen. Anna Jansson, die "Maria Wern"-Romanautorin und damit Vorlagengeberin für die Filmreihe, startete ihre Karriere übrigens erst im Alter von 40 Jahren. Bevor die Schwedin mit dem Schreiben begann, hatte sie als Krankenschwester gearbeitet. Angeblich kann sie kein Blut sehen.

Foto: ARD/Degeto/Eyeworks Film Gemini/Calle Persson