Als Achtjährige musste Marieke mit dem Selbstmord ihres Vaters umzugehen lernen, als Erwachsene sucht sie Zärtlichkeit, Zuneigung und Sex ausschließlich bei älteren Männern. Das wiederum führt unausweichlich zum Konflikt mit ihrer Mutter, die seit dem Tod ihres Mannes sehr zurückgezogen lebt. Das Verhältnis zu ihr bessert sich nicht, als plötzlich ein alter Freund der Familie auftaucht und verdrängte Erinnerungen heraufbeschwört ...

Auch wenn der Regisseurin Sophie Schoukens ein durchaus gut gespieltes, einfühlsames Porträt einer psychisch unausgeglichenen jungen Frau gelungen ist, kommt die Geschichte leider allzu oft recht zäh daher, zeigt Wiederholungen und dringt nur Ansatzweise in die Gedankenwelt der Protagonistin ein. Klasse ist jedoch, dass man hier noch einmal Jacques Brels großartigen Song "Marieke, Marieke" hören kann.



Foto: Neue Visionen