Maroa lebt zusammen mir ihrer Großmutter Brígada mehr schlecht als recht in der venezolanischen Hauptstadt Caracas. Während das junge Mädchen das Haushaltsgeld mit dem Verkauf von Heiligenbildern aufbessert, arbeitet Brigada als Wahrsagerin auf dem Markt. Als Maroa eines Tages in einer Tiefgarage Schmiere steht, in der ihr Freund gerade ein Auto aufbricht, lernt sie durch Zufall den Musiklehrer Joaquín kennen, der dort auf seiner Klarinette Mozart spielt. Maroa ist sofort fasziniert und bald eröffnen sich für das junge Mädchen ganz neue Lebensperspektiven...

Ein atmosphärisches dicht inszeniertes und gut gespieltes Drama des schwedischen Regisseurs Solveig Hoogesteijn, der in Venezuela aufwuchs. Hoogesteijn verknüpft hier gekonnt die Geschichte der jungen Maroa - hervorragend verkörpert von Yorlis Domínguez in ihrer ersten Hauptrolle - mit der weltweit beispiellosen und von der UNESCO ausgezeichneten Jugendorchester-Bewegung in Venezuela. 1975 rief der Komponist José Antonio Abreu diese Bewegung ins Leben, um Kindern aus armen und sozial gefährdeten Familien kostenfreien Unterricht und die Möglichkeit zu geben, in einem Jugendensemble zu spielen.

Foto: Kairos