Martha ist Anfang 30, als sie Helmut begegnet. Die beiden heiraten, ziehen in ein Haus, das Helmut für Martha eingerichtet hat. Helmut domestiziert Martha, er formt sie sich nach seiner Vorstellung, er macht sie gefügig. Allmählich wandelt sich Marthas Liebe in Furcht, sie wird hysterisch. Sie glaubt, dass Helmut sie umbringen will, hat einen Unfall, erwacht im Krankenhaus, gelähmt. Helmut steht an ihrem Bett. Jetzt gehört sie ihm ganz ...

Frei nach einem fiesen Krimi von Cornell Woolrich gestaltete Rainer Werner Fassbinder einen Film, der weniger das Augenmerk auf die kriminalistische Story denn auf die unerträgliche Situation der Frau legt. 1973 gedreht, konnte "Martha" allerdings erst 1992 in seiner ursprünglichen Form im Rahmen der Filmfestspiele in Venedig aufgeführt wurde. Rechtliche Gründe über das Urheberrecht der Geschichte hatten zu dieser Verzögerung geführt.

Foto: Kinowelt