Paris im Winter 1965. Paul, gerade vom Militärdienst zurück, verliebt sich in Madeleine, die ihre erste Schlagerplatte aufnimmt. Sie trifft sich mit ihm im Café oder um auszugehen, hält ihn aber zunächst hin, weil sie ihre Freiheit nicht verlieren will. Er jobbt kurzzeitig bei der Zeitung und verbringt seine Zeit ansonsten mit Robert, der ihn zu politischen Aktionen bewegen will. Sie kleben Plakate gegen den Vietnam-Krieg, debattieren in Kneipen oder waschen Wäsche im Waschsalon. Als Paul das Zimmer gekündigt wird, zieht er zu Madeleine, die mit ihren Freundinnen Catherine und Elisabeth zusammenwohnt. Er geht mit ihnen essen, tanzen, ins Kino, und die Beziehung mit Madeleine, die im Musikgeschäft Erfolg hat, entwickelt sich, so dass Madeleine bald schwanger ist. Inzwischen arbeitet Paul für ein Meinungsforschungsinstitut und befragt junge Französinnen über ihr Konsumverhalten, obwohl er die hinter den Fragen verborgene Ideologie ablehnt. Je mehr Madeleine zu tun hat, desto mehr interessiert sich Catherine für Paul, so dass sie Robert, der ihr seine Liebe gesteht, zurückweist. Aber für Robert ist die Gewerkschaftsarbeit sowieso wichtiger. Schließlich kommt Paul überraschend durch einen Sturz aus einem Hochhaus ums Leben, wo er mit Madeleine einziehen wollte...

Jean-Luc Godards 1966 mit dem Silbernen Bären in Berlin ausgezeichnetes Werk ist bereits vom Interesse für die politische Realität geprägt, die in den folgenden Filmen immer mehr im Vordergrund stehen wird. In "fünfzehn präzisen Ereignissen", so der Untertitel, porträtiert Godard in dieser modernen Variante eines Romans von Guy de Maupassant die Generation der Zwanzigjährigen in 1965 und spricht in Form vieler Wirklichkeitsfragmente jene Themen an, die seinerzeit aktuell waren.