Der ledige Bauingenieur Toni Ramsauer, der nach einem mehrjährigen lukrativen Job in einem arabischen Scheichtum wieder in sein bayerisches Heimatdorf zurückgekehrt ist, erweckt bei seinen Freunden gewisse Hoffnungen: "Wetten, mein Freund, der Scheich, lässt mich nicht hängen?" Zwar glaubt ihm keiner so recht seine Geschichten aus Tausendundeiner Nacht, doch trotzdem drückt man ihm trotz heftiger Gegenwehr für das Projekt "energieunabhängiger Landkreis Markt Oberhofen" fast eine Million Dollar in die Hand...

Eine köstliche Satire von Rainer Erler ("Fleisch"), dem in den Sechzigerjahren mit seinen beiden Genrewerken "Orden für die Wunderkinder" und "Professor Columbus" der Ruf eines Spezialisten für hintergründige Späße vorauseilte. In "Mein Freund, der Scheich" nimmt Erler gekonnt die bayerische Bierselig- und Gutgläubigkeit auf die Schippe, die den Aufschneider Toni - hervorragend gespielt von Josef Bierbichler - zum Hochstapler wider Willen macht.