Nicht nur, dass Lizzie's Mann sich von ihr trennen will, zu allem Überfluss wird ihr Auto geklaut und sie verliert ihren Job. Im Hause ihrer herrischen Mutter taucht dann auch noch ihr imaginärer Freund, "der böse Fred", aus vergangenen Kindertagen auf. Schon in ihrer Kindheit hat dieser "Freund", der nur für sie sichtbar war (und ist) allerlei Blödsinn verzapft, wie z.B. Schlamm-Pastete-Backen oder Katze-Rasieren. Zu neuem Leben erwacht, muss unser teuflischer Kobold auch erst einmal Hundescheiße auf Mutters frisch schampooniertem Teppich verteilen. Schon bald erkennt er aber, dass sich sein "Patenkind" recht unglücklich fühlt. Natürlich will Fred jetzt die Sache wieder in Ordnung bringen und sorgt so für ein riesiges Chaos...

Einiges erinnert an die bösen Geister in "Beetlejuice", vieles an "Mein Freund Harvey" und trotzdem besitzt der zweite US-Film des Niederländers Ate de Jong eine Eigenständigkeit, die hauptsächlich an dem subtil-skurrilen Humor festzumachen ist. Wie bereits in "Highway To Hell" zeigt de Jong auch hier eine morbide Oberfläche des Geistes, der zu viel mehr Phantasie befähigt wäre. Doch lassen einem die Lacher zu Beginn kaum Zeit zum Atmen, werden sie gegen Ende zu Gunsten einer Moral übers Erwachsenwerden leider schwächer. Wenn auch die Darstellung der Lizzie, Kevin Klines Ehefrau Phoebe Cates, etwas lahm wirkt, so ist "der böse Fred" mit dem britischen Komiker Rik Mayall optimal besetzt. Hätte Ate de Jong völlig freie Hand gehabt, wäre das Ganze bestimmt noch eine Nummer schräger ausgefallen. Trotzdem ist der Film ein orgineller Knüller mit einer Flut zündender Ideen!