Für die dunkelhäutige Stella geht mit dem Heiratsantrag ihres Freundes Paul ein Traum in Erfüllung. Sie selbst ist als Adoptivkind aufgewachsen und fühlt sich in dem engen familiären Zusammenhalt von Pauls gutbürgerlicher Familie zum ersten Mal geborgen. Vor der Hochzeit aber möchte sie ihre leibliche Mutter ausfindig machen. Der erste Kontakt ist ein Schock: ihre Mutter ist weiß. Und sie sitzt im Supermarkt um die Ecke an der Kasse, trinkt in der Pause Piccolo aus der Flasche und ist ganz und gar nicht erpicht darauf, ihre Tochter kennen zu lernen...

Jan Ruzicka ("Der letzte Tanz", "Endlich Urlaub!", "Küss mich, Tiger!") inszenierte einfühlsam die schwierige Annäherung von Tochter und Mutter. Besonders gut: Jutta Speidel als vom Leben arg gebeutelte, desilluionierte Durchschnittsbürgerin und Dennenesch Zoudé als ihre farbige Tochter, die sich hier witzige Wortgefechte liefern.