Anaïs ist zwölf und scheint die Last der Welt auf ihren Schultern zu tragen. Denn das Mädchen ist fett - eine Folge seelischer Unzufriedenheit. Passiv im Hintergrund stehend oder schlicht von den anderen verstoßen, wird sie zur Beobachterin. Während eines Familienurlaubs am Meer beobachtet sie ihre 15-jährige Schwester beim Liebesspiel mit dem gut aussehenden Jurastudenten Fernando, der die hübsche Elena entjungfert. Ein gestohlener Ring führt schließlich zur Katastrophe...

Regisseurin Catherine Breillat ging es wie schon bei ihrem Werk "Romance" (1998) um Tabubrüche. Auch wenn die Geschichte recht sensibel erzählt ist, fragt man sich, ob die zum Teil derben Szenen wirklich sein müssen. Viele Längen und Labereien schmälern das Interesse an diesem Werk zusätzlich.