Während eines langen, heißen Sommers schwören die beiden ungleichen Teennager Holly und Marina (Michelle Williams, l., Anna Friel) einander ewige Treue. Für Marina, unruhig, unabhängig, entschlossen alles auszuprobieren, bleibt Holly die einzige Konstante in ihrem unsteten Leben, das von der Scheidung ihrer Eltern, Drogen und Selbstzerstörung geprägt ist. Holly jedoch fühlt sich in dieser Freundschaft, die von vornherein nicht als gleichwertig begonnen hatte, bald wie in einer Falle. Außerdem ist sie unsterblich in Marinas älteren Bruder Nat verliebt - doch durch geschickt lancierte Intrigen schafft es die eifersüchtige Marina immer wieder, die beiden zu entzweien und Holly an sich zu binden.

Autorenfilmerin Sandra Goldbacher inszenierte diese bewegende Geschichte einer Mädchen- und Frauenfreundschaft im Spannungsfeld zwischen grenzenloser Zuneigung und zerstörerischer Eifersucht. Dabei überzeugen besonders die beiden Protagonistinnen Anna Friel ("St. Ives - Alles aus Liebe", "High Speed Money", "Ein Sommernachtstraum") und Michelle Williams ("Tausend Morgen", "Imaginary Heroes", "I'm Not There"), die die Hassliebe des ungleichen Paares bravourös deutlich machen. Bis in die Nebenfiguren hinein gut besetzt, reicht der Zeitrahmen von 1973 bis 2001 und spiegelt so die Popkultur der letzten Jahrzehnte.

Foto: ARD/Degeto