Solange der 17-jährige Fikret noch keinen richtigen Job in Istanbul hat, verdingt er sich als Rosenverkäufer auf der Bosporusbrücke. Hier bietet er im Dauerstau den genervten Autofahrern seine Blumen an. Auch der 28-jährige Umut steht permanent mit seinem Taxi im Stau auf der Brücke. Er sucht außerdem immer noch nach einer besseren Wohnung für seine Frau und sich. Ein weiterer Mann auf der Brücke: Verkehrspolizist Murat, der hier seinen Dienst schiebt und nach Feierabend in Chatrooms nach der Liebe seines Lebens sucht. Alle drei Männer begegnen sich immer wieder ohne von dem anderen zu wissen ...

Drei Beispiele für das bunte Treiben in der türkischen Millionenmetropole zwischen Orient und Okzident. Die Regisseurin Asli Özge erzählt hier vom Leben zwischen zwei Kontinenten und zwei unterschiedlichen Kulturen. Dabei spielt sich das Meiste bewusst auf der Brücke als Bindeglied ab. Einiges ist zwar nett anzusehen, doch vieles ist auch furchtbar langweilig. Buntes Leben in der Kulturhauptstadt 2010 hätte durchaus farbenfroher ausfallen können.

Foto: farbfilm