Ein Porträt der Menschen im heutigen Rom und gleichzeitig ein Porträt der ewigen Stadt: Was bedeutet Rom heute, was ist aus der italienischen Hauptstadt geworden? Wer lebt in ihr, träumt von ihr und durchmisst sie mit seinen Schritten oder betrachtet ihren chaotischen Verkehr durch die Fenster von Autos und Bussen wer sind die Tausende von Gesichtern, die jeden Tag die U-Bahnen und Straßenbahnen bevölkern? Normale Menschen jeden Alters und jeder Klasse, vom Arbeitslosen bis zum Angehörigen des Adels. Aber auch der rassistische Barmann hinter dem Tresen des Cafés, der durchgeknallte Intellektuelle, der im Bus die Haltung der Römer zu nicht-europäischen Immigranten erfragt oder der alte Mann in dem Seniorenheim, der bald vergessen sein wird von seinem Sohn...

Wie bereits Pier Paolo Pasolini mit seinem Sozialdrama "Mamma Roma" oder Federico Fellini mit dem Porträt "Fellinis Roma" liefert hier Regie-Altmeister Ettore Scolas mit seiner digital gedrehten und auf Film übertragenen Tragikomödie eine liebevolle, aber auch humorvoll-melancholische Hommage an die ewige Stadt. Diese gewährt all denen Zuflucht - in einer Mischung aus Wärme und gewissenloser Gleichgültigkeit -, die in der Stadt geboren wurden, wie jenen, die sie als ihr angenommenes Heim auserwählt haben.

Foto: Movienet