Damit konnte niemand rechnen: als der Videothek-Betreiber Bazil eines abends vor die Tür tritt, landet eine verirrte Kugel in seinem Kopf. Das Ding war zwar nicht tödlich, könnte es aber werden, wenn sie operativ entfernt wird. So entschließt sich Bazil fortan mit Kugel im Kopf zu leben. Ohne Job und Wohnung steht er nach dem Krankenhausaufenthalt mittellos auf der Straße. Doch Bazil hat Glück: Er trifft auf den absonderlichen Canaille, der mit noch seltsameren Gestalten auf einem Pariser Schrottplatz lebt. Hier untergekommen hat Bazil bald sogar die Möglichkeit, es jenen Verbrechern heimzuzahlen, die für seine Kugel im Kopf letztendlich verantwortlich sind ...

Kaum einer wundert sich, wenn er weiß, dass dieses Absurditäten-Kabinett von Jean-Pierre Jeunet stammt, der zuvor schon mit Werken wie "Delicatessen" und "Die fabelhafte Welt der Amélie" das Publikum gleichermaßen verschreckte und verzauberte. Auch diesmal schuf er eine eigene Welt, voller skurriler Typen, verrückter Ideen und schier unglaublich schrägen Details. Wer sich darauf einlässt wird mit magischem Kino belohnt: tolle Bilder, eine liebevolle wie poetische Geschichte über das Schicksal und wie man ihm ein Schnippchen schlägt. Große Kunst, großes Kino!



Foto: Kinowelt