Der junge, noch idealistische Priester Tobias übernimmt eine Pfarrei in einem heruntergekommenen, betonierten Vorort von Göteborg. Dummerweise stellt sich ziemlich schnell heraus, was seine Schäfchen von Tobias halten. Nicht viel, denn die Kirchenbänke bleiben eher spärlich besetzt. Als Tobias wieder einmal Trübsal bläst, begegnet er der sponaten Carola. Die Rollstuhlfahrerin raucht wie ein Schlot und nimmt auch gern mal ein Gläschen zur Brust, Tobias fühlt sich spontan zur ihr hingezogen. Doch ihr Glück ist nur von kurzer Dauer, zu unterschiedlich sind die beiden. Also kehrt Tobias zu seiner Ex zurück und gemeinsam plant man die Hochzeit...

Eine routiniert in Szene gesetzte Komödie, die Daniel Lind Lagerlöf nach einem Buch seiner Frau und Drehbuchautorin Malin Lind Lagerlöf inszenierte. Manchmal kommen die Witze recht grob und albern daher, um kurze Zeit später mit ihrer Subtilität zu überzeugen. In der Hauptrolle des Priesters Tobias glänzt Jonas Karlsson, der deutschen Kinobesuchern aus Filmen wie "Tsatsiki - Tintenfisch und erste Küsse" (1999) oder "Zwei Helden" (1996) bekannt sein dürfte. Livia Millhagen, die die Rollstuhlfahrerin Carola gibt, drehte im Jahr zuvor unter der Regie von Lagerlöf bereits den spannenden Krimi "Kommissar Beck - Tod per Inserat".

Foto: Arsenal