Fassungslos müssen die zehnjährige Gulistan und ihr jüngerer Bruder Firat mit ansehen, wie ihre Eltern auf der Rückkehr von einer Hochzeitsfeier erschossen werden. Der Grund: der kurdische Vater war ein Regime kritischer Journalist, der dadurch ins Visier einer paramilitärischen Todesschwadron geriet. Zunächst kümmert sich die junge Tante um die traumatisierten Waisen. Als auch diese verschwindet, sind die Kinder auf sich allein gestellt. Nachdem sie die Miete nicht mehr zahlen können, landen sie auf den Straßen von Diyarbakir. Gulistan freundet sich bald mit der jungen Prostituierten Dilan an. Einer ihrer Freier ist der Mörder von Gulistans Eltern ...

Miraz Bezar drehte ein ergreifendes Drama, das sich mit der jüngeren Geschichte seines Landes auseinandersetzt. Denn während des Bürgerkrieges zwischen türkischer Armee und kurdischen Rebellen soll es im Osten der Türkei laut Menschenrechtsorganisationen auf beiden Seiten zu 18000 Morden gekommen sein. Dies ist einer der ersten Filme, der versucht, ein finsteres Kapitel der türkischen Geschichte zu beleuchten.

Foto: mîtosfilm