Die biedere, pedantische Polizistin Cooper (Reese Witherspoon) bekommt einen Auftrag mit ungeahnten Folgen: Eigentlich soll sie bloß Daniella Riva (Sofia Vergara), die quirlige Witwe eines Drogenbosses, zum Gericht nach Dallas fahren, damit diese dort als einzige lebende Zeugin gegen das Kartell aussagen kann.

Unterwegs werden die beiden grundverschiedenen Damen allerdings von Kriminellen und bald auch von der Polizei gejagt. 

Abgekupferte Handlung mit schwachen Witzen

Die Story ist ein alter Hut: Kräftig geklaut haben die Drehbuchautoren David Feeney und John Quaintance bei Midnight Run - Fünf Tage bis Mitternacht" (1988) und dem Bruce-Willis-Actioner "16 Blocks" (2006). 

Auch der deutsche Titel "Miss Bodyguard" (im Original: "Hot Pursuit") kommt nicht von ungefähr, erinnert die Situationskomik stellenweise an die erfolgreiche US-Komödie "Miss Undercover" mit Sandra Bullock als FBI-Agentin, hat aber wenig von deren Charme.

Reicht höchstens für die "Goldene Himbeere"

Für den "Oscar" kann sich Hauptdarstellerin Reese Witherspoon ("Walk the Line") mit dieser Klamotte, die sie koproduziert hat und aus der sie als einziger Weltstar herausleuchtet, kein weiteres Mal empfehlen. Das reicht höchstens für die "Goldene Himbeere".

Wer Spaß an flachen Witzen à la "Das ist keine Unterwäsche, das ist eine Windel" hat, kommt bei der Actionkomödie sicherlich auf seine Kosten. Jeder andere kann getrost einen großen Bogen um die Durchschnittsware von "Selbst ist die Braut"-Regisseurin Anne Fletcher machen.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Miss Bodyguard":