Die neunjährige Aria steht in dem Scheidungskrieg ihrer neurotischen Eltern zwischen allen Fronten. Während die männerverschlingende Mutter, eine gefragte Pianistin, zu Donatina, ihrer Tochter aus einer früheren Beziehung, hält, kümmert sich der Vater, ein selbsternannter Filmstar, bestenfalls um Lucrezia, Tochter aus seiner ersten Ehe.

Das gemeinsame Kind Aria indes bleibt auf der Strecke und wird weitestgehend ignoriert. Da Aria auch in der Schule kaum Kontakte pflegt, streunt die aufmüpfige Außenseiterin immer häufiger durch die Straßen Roms...

Wie eine Schlampe aus der Unterschicht

Schauspielerin Asia Argento hat mit ihrer dritten Regie-Arbeit eindeutig eine autobiografisch geprägte Geschichte inszeniert. Der Tochter des Horrorfilm-Regisseurs Dario Argento ("Suspiria", "Tenebre") war es wohl ein tiefes Bedürfnis, ihre vermutlich traumatischen Kindheitserlebnisse in einem Spielfilm zu verarbeiten.

Dabei nimmt sie zwar konsequent die Sicht des unverstandenen Mädchens ein, stellt die Erwachsenen aber derart unglaubwürdig und überzogen dar, dass man dem Treiben auf der Leinwand bald nur noch mit zunehmendem Missfallen folgt. Die Mutter etwa wirkt keinesfalls wie eine Künstlerin, sondern wie eine Schlampe aus der Unterschicht und der Vater verhält sich nicht wie ein Filmschaffender, sondern wie ein stupider eitler Gockel.

Filmisch ist das Ganze ebenfalls kaum leinwandtauglich. Immerhin stimmt das Ambiente der 1980-er-Jahre.