Wenn der berühmte chilenische Dichter und Politiker Pablo Neruda im Sommer sein Landhaus auf der Isla Negra bezieht, hat Briefträger Mario aufregend viel Post auszutragen. Jeden Tag überreicht er dem Verehrten ein großes Bündel Briefe aus aller Welt. Aber Mario braucht auch seine Hilfe. Er bittet Neruda, ihm einige seiner herrlichen Liebesgedichte zu "leihen", um sie in das zarte Ohr der schönen Beatriz zu flöten. Diese Methode zeigt jedoch nicht nur die gewünschte Wirkung ...

Parallel zum Auf und Ab einer anrührend-dramatischen Liebesgeschichte nimmt Regisseur Antonio Skarmeta Bezug auf die politische Geschichte Chiles und auf seine eigene: Skarmeta lebte über ein Jahrzehnt bis 1989 in Berlin im Exil. "Mit brennender Geduld" war seine erste eigene inszenatorische Arbeit, und Skarmeta hat darin autobiografische Elemente verarbeitet. Als 14-Jähriger hatte er sich ebenfalls Liebesgedichte von Neruda entliehen und der Dichter und Literaturprofessor Skarmeta war mit Pablo Neruda befreundet. "Mit brennender Geduld", mehrfach preisgekrönt, war vor allem in Lateinamerika ein Kino-Erfolg. Die Geschichte wurde 1995 unter dem Titel "Der Postmann" glänzend neu verfilmt.

Foto: ZDF/Von Vietinghoff Filmproduktion