Die Gegenwart ist für viele Griechen alles andere als rosig, ihr Land ist einem rigorosen Sparkurs unterworfen, die Wirtschaft stagniert, Unzufriedenheit und Armut wachsen.

Im Kino nahm zuletzt "Stromberg"-Star Christoph Maria Herbst den "Highway To Hellas" und machte sich auf amüsante Weise mit den Gepflogenheiten des kleinen Landes bekannt. Die neue griechisch-deutsch-israelische Produktion "Mittwoch 04:45" versteht sich als Thriller mit Film noir-Einflüssen und zeigt die Härte des von der Finanzkrise gebeutelten Staates an der Akropolis.

Gemeinsam haben die beiden Filme nur einen Darsteller: Adam Bousdoukos, der nun jedoch nur eine Nebenrolle als Fahrer bekleidet. Hauptfigur ist der Familienvater Stelios (Stelios Mainas), der tief in die Unterwelt der Finanzkrise vordringt, als er seinen Kredit für seinen Jazz-Club nicht mehr abbezahlen kann. Sein Kreditgeber bedroht ihn und seine Familie.

Innerhalb von 32 Stunden muss er das Geld beschaffen, ansonsten will man ihn eliminieren. Aber wie soll Stelios so schnell das Geld auftreiben?

Kein Befreiungsschlag

Obwohl sehr aktuell und Spannung versprechend, erscheint der Streifen von Alexis Alexiou nur wie einer von vielen Genrevertretern. Salbungsvolle Aufnahmen im Regen und mit Zeitlupen machen eben noch lange keinen guten Thriller aus.

An den Dialogen gäbe es außerdem noch einiges zu feilen. Die deutsche Synchronisation lässt überdies enorm zu wünschen übrig, wie so oft klingen die Stimmen zu laut.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Mittwoch 04:45":