Gerade hat Dorfpolizist Klaus Burck weiblich-forsche Verstärkung frisch aus der Hamburger Polizeischule bekommen. Jungkollegin Eva Mann beschwert sich kräftig über die dörfliche Langeweile und die mehr als nachsichtige Art der Strafzettelvergabe, als Klaus Burck plötzlich eine Vermisstenanzeige bekommt: Vor ihm steht die unscheinbare Witwe Jutta Krohn und meldet ihre Tochter Nina als vermisst. Wenig später steht er fassungslos vor der Leiche von Nina Krohn. Ein alter Mann hat sie bei einem Spaziergang im Waldsee entdeckt. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Nachricht im Dorf, vor allem in der Möhnstedter Stube. Pathologe Dr. Vogt findet heraus, dass Nina kurz vor ihrem Tod Geschlechtsverkehr mit drei Männern hatte, schließt aber eine Vergewaltigung mangels eindeutiger Verletzungen aus. Für Burck und seine neue Partnerin beginnen schwierige Ermittlungen...

Der Krimi- und Thriller erfahrende Markus Imboden ("Die Leibwächterin", "Bella Block - ... denn sie wissen nicht, was sie tun", "Ein Dorf sucht seinen Mörder") drehte dieses Genrewerk nach der Vorlage von Holger Karsten Schmidt, mit dem er auch schon den Psychothriller "Der Mörder ist unter uns" verwirklichte. In der Rolle des Dorfpolizisten glänzt Hinnerk Schönemann, der den Zuschauern aus Filmen wie "kiss and run", "Der Boxer und die Friseuse", "Dornröschens leiser Tod" und "Das Leben der Anderen" bekannt sein dürfte, und als Jungkollegin ist die hübsche Mira Bartuschek zu bewundern. Drehbuchautor Schmidt lieferte zuvor schon die Vorlagen für Filme wie ("14 Tage lebenslänglich", "Zwei Tage Hoffnung", "Der Stich des Skorpion"). Trotz starker Darsteller: Der Polizeidienst funktioniert in Deutschland so nicht!

Foto: ZDF/Manju Sawhney