In der norddeutschen Kleinstadt Aschberg kennt jeder jeden. Als der langjährige Polizeihauptmeister Gerhard Mühlfellner und seine neue Kollegin, die frisch gebackene Polizistin Anna Wippermann, den Landwirt Herbert Schuch erhängt in seiner Scheune finden, steht für alle fest, dass es sich um Selbstmord handeln muss. Nur Becky, die Geliebte des Bauern, ist anderer Meinung. Sie engagiert den Ex-Polizisten und Privatdetektiv Finn Zehender, um ihren Verdacht bestätigt zu bekommen. Zehender, der mit nicht immer ganz legalen Mitteln ermittelt, legt mit seinem messerscharfen Verstand bald einen Sumpf aus korrupter Bürokratie und nachbarschaftlicher Bösartigkeit in Aschberg offen. Für ihn scheint ein Selbstmord ausgeschlossen und die Zahl der Verdächtigen ist nicht gering ...

Weg aus der Großstadt - rein in die Provinz. Provinzkrimis sind angesagt, man denke nur an Produktionen wie "Der Tote im Spreewald", "Der Bulle und das Landei - Tödliches Heimweh" und "Erntedank. Ein Allgäukrimi". Markus Imboden, der das Genre schon mit seinen Regiearbeiten "Mörder auf Amrum", "Der Tote in der Mauer" oder "Ein Dorf sucht seinen Mörder" gekonnt auslotete, arbeitete hier erneut mit Drehbuchautor Holger Karsten Schmidt zusammen. Wieder taucht er in die norddeutsche Provinz ein und setzt den Krimi mit vielen ironischen Zwischentönen und einem gut aufgelegt agierenden Darstellerensemble in Szene. 2011 und 2012 entstanden mit "Tod einer Brieftaube" und "Mörderische Jagd" zwei weitere, ebenso gelungene Zehender-Krimis.

Foto: ZDF/Jörg Landsberg