Drei Jahre nach der Hochzeit erdrückt ihr Ehemann Richard die junge Lehrerin Marion mit seiner besitzergreifenden Liebe und seiner manischen Eifersucht. Selbst ihre Kleidung schreibt er ihr vor. Als Krönung seiner Liebe möchte Richard ein Baby von Marion. Ihre beste Freundin und ihr Schuldirektor sehen in Richard nur den netten, aufmerksamen, verliebten Ehemann. Antoine, der Bruder ihrer Freundin, ist der einzige, der ihr glaubt. Alle anderen machen sich Sorgen und halten sie für nervlich nicht mehr belastbar. Marion zieht aus der gemeinsamen Wohnung aus, woraufhin Richard sie permanent verfolgt und sogar gewalttätig wird. Als sie keinen Ausweg mehr sieht, flüchtet sie zu Antoine. In rasender Eifersucht bringt Richard seine Frau beinahe um. Als sie schwer verletzt im Krankenhaus eingeliefert wird, gehen alle davon aus, dass sie einen Selbstmordversuch gemacht hat. Auf Richards Wunsch wird sie in die psychiatrische Abteilung verlegt und mit Medikamenten vollgepumpt. Schließlich lässt Richard die physisch wie psychisch noch sehr geschwächte Marion nach Hause bringen und glaubt sich endlich am Ziel. Doch Antoine lässt nichts unversucht, um Marion zu helfen.

Pierre Joassins "Mon Amour - Eine mörderische Liebe" ist ein handwerklich gut und effektvoll inszenierter Film mit ausgezeichneten Darstellern, in dem sich aus dem Ehedrama eines gutbürgerlichen Paares ein spannender Psychokrimi entwickelt. In Florence Pernel wurde die ideale Besetzung der Lehrerin Marion gefunden, die jeder Phase der Psychokrise den richtigen Ausdruck verleiht. Neben vielen Fernsehrollen hatte Florence Pernel ihren ersten Filmauftritt in Yves Boissets "Kinder für das Vaterland" (1980) und spielte die Sandrine in Kieslowskis "Drei Farben: Blau" (1993).