Auf Erden zu wandeln und unter Menschen zu sein, davon träumt der Mondmann seit er denken kann. Von seiner einsamen Himmelswohnung aus scheint die blaue Kugel zum Greifen nah. Und doch liegt sie in unerreichbarer Ferne. Wie gerne nur würde er einmal dort hinab. Eines Nachts erhält er eine überraschende Chance: Mithilfe eines vorbeifliegenden Kometen gelingt es ihm, sein "zu Hause" zu verlassen und zur Erde zu reisen. Angekommen am Ort seiner Träume, verläuft jedoch alles ganz anders, als er es sich vorgestellt hatte. Die Menschen, allen voran ein karrierebesessener General, geraten durch den Kometeneinschlag in höchste Panik. Denn die bleiche Kreatur, die dort aus dem Krater steigt, wird sofort für einen gefährlichen Eindringling gehalten. Nur die kleine siebenjährige Lucia bemerkt als einzige bemerkt, was es mit dem Eindringling wirklich auf sich hat...

Fritz Böhm drehte diesen gelungenen Spaß für Kinder nach dem 1980 erschienenen Bilderbuch "Der Mondmann" von Tomi Ungerer. Der 1931 in Straßburg geborene Kinderfreund und "Porno-Cartoonist", Gesellschaftskritiker und Liederbuchillustrator, Zyniker und Spielzeugsammler hat viele Gesichter. Rund 150 Bücher hat er im Laufe seiner Karriere vorgelegt, und von Anfang an pendelten seine Themen zwischen Märchenbüchern und Sozialsatire, zwischen Kindheitsidylle, Erotik und Tod. Heute erscheinen sie ihm wie ein Wegweiser durch sein Leben.