"Bis heute gibt es nichts in Kunst, Rock, Punk- oder Nut-Rock, das der verrückten konzeptuellen Strenge des Images der Monks und dem rohen, Avant-Biergarten-Sound der einzigen LP der Gruppe 'Black Monk Time' nahe kommt." So schrieb einst der Rolling Stone über das Phänomen "The Monks". Ungewöhnlich wie die Band ist auch deren Geschichte: Mitte der Sechzigerjahre kam es in Deutschland zu einem ungewöhnlichen deutsch-amerikanischen Kulturaustausch: Fünf in Deutschland lebende, amerikanische Ex-Soldaten, die während ihrer Militärzeit eine Beatband gegründet hatten, trafen auf zwei deutsche Künstler und Beatfans. Gemeinsam entwarfen sie ein Band-Konzept, das mit dem gängigen Bild des Beat brach: Die "Monks" schnitten sich die Haare kurz, rasierten sich Tonsuren und trugen anstelle von Krawatten Galgenstricke um den Hals. Ihre Musik war minimalistisch und aggressiv, ihre Texte ironisch und radikal, ihre Ästhetik provokant und dadaistisch ...

Das Filmemacher-Duo Dietmar Post und Lúcia Palacios drehte diese sehenswerte Musik-Dokumentation über eine außergewöhnliche Band, die heute als musikalischer Wegbereiter von Gruppen wie Faust, Can, Amon Düül oder Kraftwerk gilt. Aus den persönlichen Erinnerungen der fünf Musiker und umfangreichem, zeitgenössischem Archivmaterial rekonstruierten Post und Palacios diesen besonderen Moment deutsch-amerikanischer Zeit- und Popgeschichte, zeigen aber auch, was aus den ehemaligen "Monks"-Mitgliedern wurde. Schade nur, dass Karl-H. Remy und Walther Niemann, die beiden deutschen Gründungsmitglieder, sich nicht vor der Kamera äußern.

Foto: play loud!