Hengasch in der Eifel, im Kreis Liebernich. "Oh Gott, lieber nicht!" denkt sich Sophie Haas. Froh zunächst in ihrer geliebten Großstadt Köln ermitteln zu können, hatte sie die Rechnung ohne ihren Vater Hannes gemacht. Der alte Kauz hat nämlich nach seinem Herzinfarkt kurzerhand das Waldhaus in Hengasch gekauft. Der Großstadtpflanze Sophie gefällt die Aussicht, den Vater zu pflegen und als Kommissarin zwischen Kühen und Misthaufen zu ermitteln, natürlich überhaupt nicht - doch was bleibt ihr übrig? Es geht zurück in die Eifel ...

"In der zweiten Staffel spielen sich in Hengasch wieder die ganz großen Dramen des Lebens ab", erzählt Caroline Peters alias Sophie Haas. "Da sprengt jemand Gartenzwerge in die Luft und ein Freizeitgärtner wird von seiner Hanfplantage förmlich überwuchert. Eine schlimme Reihe von Attentaten erschüttert die Eifel bis in die Tannenspitzen." Auch außerhalb des Dienstes zeigt sich das Leben zwischen Maaren und Wäldern von seiner skurrilen Seite. Vater bändelt mit der Pflegerin an und wilde Kerle erobern auf heißen Rädern Hengaschs schärfste Bräute. Von der ARD als zweite Staffel verkauft, ist "Die Venus von Hengasch" eigentlich Start der dritten Staffel, denn bereits 2007 wurden sechs Folgen "Mord mit Aussicht" ausgestrahlt, die dann 2010 wiederholt wurden. Die sieben weiteren, Mord mit Aussicht verkaufte die ARD anschließend als Bestandteil der ersten Staffel. Aber egal ob Staffel eins, zwei oder drei, sehenswert ist der Provinz-Spaß allemal.

Foto: ARD/Frank Dicks