Als in Istanbul eine Autobombe explodiert, die den kritischen Journalisten Ismet Baydar tötet, wittern seine Kollegen einen terroristischen Anschlag. Mehmet Özakin schenkt diesem Verdacht allerdings keinen großen Glauben, denn einige Leute hatten einen Grund, sich an Baydar zu rächen. Etwa der Bauunternehmer Hasan Demir, der nach einer Enthüllungsstory von Baydar zu fünf Jahren Knast verurteilt wurde. Und da ist auch noch Baydars Chefredakteur Ersun Turan, den der Tod seines Reporters nicht weiter zu berühren scheint - und mit dessen Frau Selina eine heimliche Affäre hat. Doch ein weiterer Mordfall wirft zunächst alle Spuren von Özakin über den Haufen ...

Nach den Folgen "Mordkommission Istanbul - Mord am Bosporus" und "Mordkommission Istanbul - Die steinernen Krieger" ist dies der dritte Krimi, den Regisseur Michael Kreindl ("Plötzlich Onkel") mit Frauen-Schwarm Erol Sander in der Rolle des Istanbuler Supercops drehte. Erneut nach einem Buch von Mathias Klaschka ("Mordkommission Istanbul - Die Tote in der Zisterne") in Szene gesetzt, gefällt einmal mehr die in schönen Bildern eingefangene türkische Metropole, doch leben in Istanbul tatsächlich nur schöne und reiche Menschen, die ebenso gut in Donna Leons Venedig-Krimis um Commissario Brunetti oder Alexandra von Grotes Paris-Krimis um Kommissar LaBréa auftreten könnten? Deshalb: einmal mehr kriminalistischer Einheitsbrei fernab der Realität mit einem solide aufspielenden Hauptdarsteller.

Foto: ARD/Degeto/Gökce Pehlivanoglu