Aus dem netten Abend, den Mehmet Özakin mit seiner Frau Sevim verbringen will, wird wieder einmal nichts. Der Kommissar muss zu einem Tatort, an dem der Schriftsteller und nebenberufliche Taxifahrer Tarik Önal erschossen wurde. Seinen letzten Fahrgast holte dieser von einem schummrigen Hotel ab, in dem Özakin und sein Kollege Mustafa Tombul einige Überraschungen erleben. Das Etablissement dient als Umschlagplatz für eine Schlepperbande, sein Besitzer ist kein anderer als Tarik Önals reicher Bruder Erdogan - der von diesen kriminellen Machenschaften angeblich nichts weiß. Auf dem Überwachungsvideo des Hotels entdeckt der Kommissar eine unbekannte Frau, die zu Tarik Önal ins Taxi stieg: Sie ist die Letzte, die ihn lebend sah, doch von ihr fehlt jede Spur. Umso überraschter ist der Kommissar, als er ihr Gesicht im Schaufenster einer Buchhandlung entdeckt. Es ist die iranische Schriftstellerin Nesrin Bahrami, die in ihrem Heimatland wegen regimekritischer Äußerungen verfolgt wird. Offenbar ist sie geflohen und in Erdogans Hotel untergetaucht. Auf der Suche nach ihr kommt Özakin einem iranischen Geheimagenten in die Quere, der nicht sehr zimperlich ist ...

Der siebte Fall von Erol Sander in seiner Paraderolle als Istanbuler Kommissar Mehmet Özakin entstand wieder an Originalschauplätzen am Bosporus. Dauer-Regisseur Michael Kreindl drehte den rountiniert in Szene gesetzten und wie immer nicht sonderlich anspruchsvollen Fall nach dem Drehbuch von Clemens Murath ("Der Kommissar und das Meer - Ein Leben ohne Lüge"), der ein Jahr später auch den Fall "Mordkommission Istanbul - Rettet Tarlabasi" schrieb.

Foto: ARD/Degeto/Eraydin Erdogan