Motown nennt sich die Szene-Bar in Erfurt, in der die vier Freunde Duke, Olli, Vince und Pat ihre reichhaltige Freizeit verbringen. Soeben ist Duke aus den USA zurückgekehrt und natürlich trifft sich das Quartett wieder in seiner Kneipe, klopft die wildesten Sprüche und baggert die Frauen an. Aber irgendwas hat sich verändert seit seiner Rückkehr - das spürt Duke sofort. So hat Ria die Nase voll, Vince mit seinen Freunden und vor allem mit sämtlichen Zufallsbekanntschaften weiblicher Art zu teilen. Und Diaz hat keine Lust mehr, jeden Abend allein rumzuhängen, während ihr Freund Pat in der Werbeagentur an seiner Karriere bastelt. Als sich die beiden mit den Freunden ihrer Männer einlassen, hat das natürlich Auswirkungen auf deren Freundschaft...

Stefan Barth inszenierte mit seinem Regiedebüt eine Komödie, die sich ganz auf das Beziehungsgeflecht ihrer Protagonisten bezieht. Wer hier auf die Musik des legendären "Motown"-Labels denkt, also von so ausgesuchten Meistern wie Diana Ross, Stevie Wonder und Marvin Gaye, kann lange warten. Im "Motown" von Erfurt läuft nämlich Techno, die Kulisse erinnert dabei allerdings eher an eine mittelmäßige TV-Produktion und die Darsteller - sieht man von Nicolas Wackerbarth und Doreen Jacobi ab - versuchen meist zwecklos, ihren Figuren ein wenig Leben einzuhauchen. "Motown" ist übrigens auch der erste Kinofilm von Oliver Petzokat, der durch die RTL-Soap "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" und als Sänger bekannt wurde.