Der Einzelgänger und Sonderling John May findet seine ganze Erfüllung in seinem sonderbaren Job: Er kümmert sich um die Beisetzung von einsamen Menschen. Seine Akribie geht dabei sogar so weit, dass er auch die Trauerreden schreibt und nach Hinterbliebenen sucht. Dann aber muss er feststellen, dass in unserer heutigen Schnelllebigkeit und Wirtschaftlichkeit für derlei Menschenwürde augenscheinlich kein Platz mehr ist.

Denn Johns Abteilung wird komplett aufgelöst und er wird arbeitslos. So bleibt dem Arbeitslosen nur noch ein letzter Fall: Direkt gegenüber von seiner Wohnung verstarb der arme Billy Stoke. John stürzt sich mit ganzer Seele in die Recherche. Doch seine Spuren in das fremde Leben, offenbaren ihm mehr und mehr die Einsamkeit des eigenen Daseins ...

Melancholische Tragikomödie

Schlimm genug, dass in unserer Zeit viele Menschen vereinsamt sterben und man kaum einen Gedanken daran verschwendet, was anschließend mit den Verstorbenen passiert. Genau das aber behandelt der italienische Regisseur und Drehbuchautor Uberto Pasolini ("Spiel der Träume - Die wahre Geschichte eines falschen Teams") in dieser melancholischen Tragikomödie durchaus einfühlsam.

Dank des hervorragenden Hauptdarstellers - auch wenn Charaktermime Eddie Marsan für skurrile Typen prädestiniert ist - schafft es Pasolini, den Zuschauer in den Bann dieser seltsamen, nuancenreichen Alltagsgeschichte zu ziehen und der Hauptfigur Glaubwürdigkeit und gar Würde zu verleihen. Ein ungewöhnliches Werk!