Das Leben der 20-jährigen Rachel scheint eigentlich in Ordnung zu sein: Mit ihrer 18-monatigen Tochter führt sie ein einsames, aber ruhiges Leben in einem schlichten Pariser Vorstadtappartement. Doch in ihrem von Langeweile und Normalität geprägten Alltag scheint sie kontaktarm, teilnahmslos und lustlos geworden zu sein. Eines Tages steht Rachel mit ihrer Tochter vor den verschlossenen Türen der Kinderkrippe, die ihr Kind während ihrer Arbeitszeiten betreut. Rachel kehrt nach Hause zurück. Am Abend geht sie aus und lässt ihr Kind einfach allein. Von diesem Moment an schwenkt Rachels Leben um. Von zufälligen Begegnungen getrieben, fährt sie ans Meer - ohne ihre kleine Tochter. Das hat schreckliche Folgen ...

Ein sensibel erzähltes und inszeniertes Krimidrama des französischen Autors und Regisseurs Jacques Maillot, in dem er die Geschichte einer grausamen Tat erzählt - ohne jedoch die Täterin, die auch als Opfer angesehen werden kann, zu verurteilen. In der Rolle der vom Leben enttäuschten Mutter ist Sarah Grappin zu bewundern, die hierzulande in Filmen wie "Schule der Verführung" (1997) und "Jedem sein Glück" (1999, ebenfalls unter der Regie von Maillot) zu sehen war. Die Kriminalistin Claire, die so gern ein Kind hätte, wird von Nathalie Richard verkörpert, die zuvor in Filmen wie "Kleine Fische, große Fische", "Irma Vep", "Man liebt es unentschieden" und "Caché" spielte.