Mux ist ein Saubermann, wie er im Buche steht: Angang 30, gut gekleidet, ein Idealist, der Deutschland wieder zu moralischen Werten führen will. Als er auf der Autobahn von einem Raser überholt wird, stellt er diesen kurzerhand und verdonnert ihn zu einer Strafe von 160 Euro, obwohl er gar kein Polizist ist. Außerdem schraubt er dem Sünder kurzerhand das Lenkrad ab und konfisziert es. Fortan begibt er sich auf einen Reinigungsfeldzug durchs Land, unterstützt von dem Langzeitarbeitslosen Gerd, der die heroischen Taten von Mux mediengerecht auf Videoband festhält. Bald ist kein Sprayer, kein Hundebesitzer, dessen Vierbeiner sein Geschäft auf dem Bürgersteig erledigt, kein Schwarzfahrer, kein Vergewaltiger mehr vor dem selbst ernannten Ordnungshüter Mux sicher. Doch auf dem schmalen Grad zwischen Zivilcourage und Selbstjustiz gerät Mux immer näher an den Abgrund...

Der mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnete, gerade einmal 40000 Euro teure Low-Budget-Film ist das Regiedebüt des Schauspielers Marcus Mittermaier ("Die heimlichen Blicke des Mörders"), das er nach einem Buch seines überzeugenden Hauptdarstellers Jan Henrik Stahlberg ("Mehr als nur Sex", "Science Fiction") inszenierte. Der schwarzhumorige Spaß, bei dem dem Zuschauer auch schon mal das Lachen im Hals stecken bleibt, drehte das Team in nur 25 Tagen mit zwei billigen Mini-DV-Kameras. Sarah Clara Weber erhielt 2004 für den Schnitt den Deutschen Filmpreis in Gold.