Gemeinsam mit seinem Vater lebt der 18-jährige Marek in einem kleinen Dorf an der slowakisch-tschechischen Grenze. Doch das vermeintliche Idyll ist trügerisch. Wenn Marek nicht gerade seinen treusten Freund, den Pitbull Killer, trainiert, verbringt er seine Zeit mit der örtlichen Skinhead-Gruppe, deren Hass sich vor allem gegen die Roma richtet. Als sein Vater in Geldnöte gerät, muss Marek zu seiner Mutter reisen und bei ihr die notwendige Einwilligung für den Verkauf der Weinberge einholen. Sie brannte vor Jahren mit einem anderen Mann, einem Roma, durch und bekam mit ihm ein Kind. Der kleine Halbbruder passt so gar nicht in Mareks national-sozialistisches Weltbild - und schon gar nicht in das seiner Gemeinschaft ...

Mira Fornay erzählt in ihrem düsteren Familiendrama von dem slowakischen Staatsversagen und dem scheinbar allgegenwärtigen Alltagsrassismus. Für ihr Werk verpflichtete Fornay in erster Linie Laiendarsteller, die sie vor Ort castete. Zwar stellen sie nicht sich selbst dar, aber Charaktere, deren Leben ähnlich ist. So auch Adam Mihal, der die Hauptrolle des Marek übernahm und durch sein emotionsloses Minenspiel der Langeweile und Genervtheit dem Werk ein Gesicht gibt. 2013 feierte die slowakisch-tschechische Gemeinschaftsproduktion auf dem Filmfestival in Rotterdam seine Weltpremiere, wo sie mit dem Tiger Award ausgezeichnet wurde.



Foto: temperclayfilm