Obwohl er zu seinem Vater keinen Kontakt mehr hatte, hofft der New Yorker Mathias Gold nach dessen Ableben auf ein gewinnbringendes Erbe. Denn der Vater hat ihm in Paris eine überaus luxuriöse Altbauwohnung vermacht. So kratzt der ziemlich abgebrannte Mathias sein letztes Geld zusammen und fliegt nach Paris.

Doch die Erbschaft hat einen gewaltigen Haken. Denn in dem geräumigen Innenstadtapartment wohnt die alte Dame Mathilde auf Lebenszeit. Um nun die Immobilie zu Geld zu machen, müsste man auch Mathilde loswerden. Doch alles Bitten hilft nichts. Auch wenn die Alte schon über 90 Jahre zählt, beharrt sie auf ihrem Wohnrecht. Und damit nicht genug: Sie besteht auch auf die Fortzahlung einer nicht unerheblichen Gebühr.

Als Mathias aus Geldmangel nichts anderes übrig bleibt, als ebenfalls in das Apartment zu ziehen, bekommt er auch noch mächtig Ärger mit Mathildes streitlustiger Tochter Chloe. Die ohnehin gespannte Stimmung nimmt weiter drastisch zu, als Mathias herausfindet, dass sein Vater und die rüstige Alte einst mehr als nur eine Geschäftsbeziehung hatten ...

Ziemlich zähes Drama

Was nach einer witzigen "Wie werde ich die Alte los"-Komödie klingt - der Trailer vermittelt genau diesen Eindruck -, entpuppt sich leider als ziemlich zähes Drama, in dem zwar die Schauspieler zu überzeugen wissen, die erste Spielfilmregiearbeit von Drehbuchautor und ausführendem Produzenten Israel Horowitz aber keinesfalls. Zu viele Szenen enden im Nirgendwo und plätschern in diesem Immobilienleibrenten-Desaster allzu betulich vor sich hin.

Man merkt schnell, dass das Ganze auf einem Bühnenstück (von Horowitz selbst) basiert. Doch was auf der Bühne durchaus zu begeistern weiß, muss nicht zwangsläufig auch auf Leinwand funktionieren. Da hätte sich die Regie schon ein paar Finessen einfallen lassen müssen, um den Zuschauer auf diesem zähen Drei-Personen-Stück mitzunehmen.