Dora lebt allein in einem Leipziger Plattenbau und verdient ihren kargen Lebensunterhalt als Paketfahrerin. Eines Tages gerät ihr geordneter Tagesablauf jeodch gehörig aus den Fugen, als sie ihre polnische Nachbarin Jola verstecken muss. Denn die behauptet, ihren Chef im Affekt getötet zu haben. Zunächst ist Dora gar nicht begeistert von Jola, aber schon bald vertraut sie ihr mehr als jedem anderen Menschen in ihrem Leben. Als sich die Vorwürfe gegen Jola schließlich zerschlagen, belügt Dora die neue Freundin über den Ermittlungsstand, um sie nicht wieder zu verlieren...

Ein handwerklich solides inszeniertes Drama der jungen Regisseurin Franziska Meletzky, die mit diesem Film ihren Diplomstudiengang an der Hochschule für Film und Fernsehen (HFF)"Konrad Wolf" in Potsdam/Babelsberg abschloss. Nach dem Drehbuch von Elke Rössler inszenierte sie dieses kammerspielartige Drama um zwei Frauen in den Vierzigern, die unterschiedlicher nicht sein können. Mit Dagmar Manzel in der Rolle der Jola fand Meletzky die Idealbesetzung, allerdings bleibt ihre Figur - wie auch die der Grazyna Szapolowska als Jola - dem Zuschauer merkwürdig entfernt und fremd.

Foto: Salzgeber