Das Leben von Livia und Marco könnte so schön sein, hätten sie mit dem acht Monate alten Tim nicht ein Kind, das ständig schreit. Denn das strapaziert auf Dauer ganz schön die Nerven und tut der ohnehin krisengeschüttelten Beziehung alles andere als gut. Nur eines kann die Schreiattacken Tims mildern: das Motorengeräusch des alten Golfs. So bleibt den übermüdeten Eltern keine andere Wahl, als Nacht für Nacht mit dem Quälgeist durch die Gegend zu fahren. Eines Nachts allerdings passiert Unfassbares: Das Auto wird samt Kind geklaut ...

Regisseur Christoph Schaub ("Stille Liebe") hat hier vor allem die Verfolgungsjagd des Elternpaares durchaus rasant inszeniert, setzte dabei aber zu sehr auf nerviges Geplapper mit permanent geschrienen gegenseitigen Vorwürfen. Wer Geschrei nicht ab kann, ist hier also fehl am Platz. Für Freunde etwas skurriler Geschichten (diesmal stammt sie wieder – wie bereits bei bei "Giulias Verschwinden" - aus der Feder von Bestsellerautor Martin Suter) wird mit einigen (nicht immer glaubwürdigen) Wendungen ab und an durchaus überrascht.



Foto: X Verleih