Durch seine Neurodermitis hat es der 17-jährige Guido nicht gerade leicht. Manchmal erhält er sogar einen derartig starken Schub, dass er ins Krankenhaus eingeliefert werden muss. Doch mittlerweile hat er das Alter erreicht, in dem er auch sein Umfeld hinterfragt und nach möglichen psychischen Gründen seiner Krankheit sucht. Schnell macht er die Lebenslügen seiner Eltern ausfindig und flieht in die WGs seines älteren Bruders. Hier hängt er sich an den charismatischen aber völlig rücksichtlosen Rudi, der ohne Ziel in den Tag hinein lebt...

Das Debüt der Filmemacher Ingo Haeb und Jan-Christoph Glaser überzeugt weniger durch die TV-mäßige Inszenierung als durch die guten Darsteller – allen voran Ingo Matschenz und Andreas Schmidt. Die Thematik ist relativ schwerer Stoff, zumal mit der widerlichen Seite der Krankheit hier unter anderem in Traumsequenzen ziemlich kokettiert wird. Dies war wohl auch der Grund, dass der Film längere Zeit auf Eis lag und nicht in die Kinos kam.

Foto: Farbfilm (Barnsteiner)/Tom Trabow