Gut gelaunt schließt Marianne die Haustür auf: Alle Räume leer - offenbar sind ausnahmsweise tatsächlich alle ihre Nesthocker heute ausgeflogen. Und das an ihrem Geburtstag Um so größer dann die Freude, als man ihr eröffnet, dass sie eine Überraschungsparty erwartet. Marianne ist überwältigt - und trägt es mit Fassung, dass das Büffet leider erst zur Hälfte fertig ist. Beim Aufräumen, was man wieder ihr überlässt, passiert es. Sie übersieht einige am Boden stehende Flaschen und stürzt die Kellertreppe hinunter. Als Marianne wieder zu sich kommt, liegt sie im Krankenhaus. Doch zum Glück hat sie keine Kopfverletzung davongetragen - Marianne darf eigentlich wieder nach Hause. Blitzschnell kombiniert sie, dass sie im Krankenhaus liegen muss. Bedauernd und ihren ganzen Charme bemühend blinzelt sie den Arzt an: ein bisschen Urlaub von ihrer anstrengenden Familie könnte sie jetzt wunderbar gebrauchen Diese nimmt halb entsetzt, halb bestürzt zur Kenntnis, dass Marianne für mindestens eine Woche ausfallen wird. Aber da sie ja im Krankenhaus relativ viel Zeit hat, hat jeder der Nesthocker eine "Kleinigkeit", die Marianne eigentlich erledigen könnte. Gefrustet starrt Marianne auf Ninas Steuererklärung, die sie auf ihrem Bett ausgebreitet hat. Auch ihre Bettnachbarin Marlene stöhnt. Ihr Arbeitgeber hat es sich nicht nehmen lassen, sie im Krankenhaus mit einem Notebook und verschiedenen Akten zu versorgen, damit sie einen dringenden Auftrag von hier noch herausgeben kann. Als ein Windstoß den beiden sämtliche Unterlagen durcheinander wirbelt, fegt er den beiden gleichzeitig eine Idee in den Kopf. Sie werden alles stehen und liegen lassen und einfach abhauen.