Der Film beginnt, nachdem das Schlimmste offenbar vorbei ist: Nick Neufeld wurde von Mitschülern gemobbt und misshandelt. Er konnte mit keinem darüber reden. Die Lehrer schauten weg. Die jugendlichen Täter erhielten in den Augen von Nicks Eltern eine zu milde Strafe. Jetzt soll Nick wieder zur Schule gehen - zusammen mit seinen Peinigern …

Bereits 2010 drehte Regisseur Kilian Riedhof sein erschütterndes Drama "Homevideo" um einen Schüler, der dem Mobbing seiner Mitschüler ausgesetzt ist. Dieses Thema greift auch Regisseur Tim Trageser ("Mandy will ans Meer", "Die Lehrerin") auf, das er zu einem beklemmenden Drama verarbeitete. Nach dem Buch des Autorenduos Kathi Liers und Jana Simon in Szene gesetzt, erfährt der Zuschauer erst recht spät Details über die furchtbare Tat. Trageser geht es eher um die Befindlichkeit des Opfers und der Familie, ihren Umgang mit den Demütigungen und dem Verlangen nach Genugtuung. Klasse: der junge Nachwuchsdarsteller Ludwig Skuras ("Der Rekordbeobachter", "Das geteilte Glück", "Über den Tod hinaus") in der Rolle des Nick.

Foto: WDR/Conny Klein