Einst flüchtete ihre Familie aus dem Libanon nach Deutschland, doch noch heute ist die Familie von Lial, Hassan und Maradona Akkouch von der Abschiebung in ihr Heimatland bedroht. Seit ihrer frühesten Kindheit leben die drei Geschwister mit ihrer Mutter - der Vater hat sie verlassen -.im Berliner Bezirk Neukölln und haben sich mit ihrem Tanz- und Musiktalent in der Streetdance- und Hiphop-Szene über die Grenzen Berlins hinaus einen Namen gemacht.

Das Regieduo Agostino Imondi und Dietmar Ratsch hat die drei Jugendlichen über längere Zeit mit der Kamera begleitet. Dabei haben sie allerdings nicht nur die Familiengeschichte beleuchtet - so wird etwa die Flucht aus dem Libanon als Comic-Strip thematisiert -, sondern sie zeigen auch die Versuche der drei Flüchtlingskinder, mit ihrem Talent Fuß zu fassen und endlich in ihrer neuen Heimat anzukommen. Imondi und Ratsch begleiten ihre Protagonisten dabei unaufgeregt und ohne die gängigen Klischees zu benutzen, blenden aber auch die Streitigkeiten unter den Geschwistern nicht aus. So entstand ein ungeschönter Blick auf das alltägliche Leben dreier junger Emigranten, die nicht müde werden, für sich und ihr Leben zu kämpfen.

Foto: GMfilms (Barnsteiner)