1944 in Italien. Im unwegsamen Gebirge stehen sich plötzlich eine alliierte und eine deutsche Patrouille gegenüber. Vor einem Tieffliegerangriff suchen die Soldaten gemeinsam Schutz in einer Höhle, die als Versorgungslager von einem Italiener bewacht wird, der befehlswidrig Besuch von seiner Freundin hat. Hinzu gesellt sich ein abgeschossener kanadischer Flieger, der die Flucht der Kriegsgefangenschaft vorzog. Da wird der Eingang der Höhle von Pionieren auf überstürztem Rückzug gesprengt. Neunzig Tage und Nächte, in denen die Feindschaft schwindet, aber die menschlichen Schwächen wachsen, müssen die Eingeschlossenen ausharren...

Die packende Kriegsgeschichte "Neunzig Nächte und ein Tag" war die letzte Inszenierung des Ausnahmeregisseur Edgar G. Ulmer ("Die schwarze Katze"), der hier weniger das kriegerische Geschehen denn die zwischenmenschlichen Konflikte in der klaustrophobischen Enge der Höhle herausarbeitet. Der 1914 im mährischen Olmütz geborene Ulmer begann seine Karriere als Set-Designer für Max Reinhardt und kam mit diesem nach Hollywood. Zuvor hatte Ulmer bereits als Assistent bei "Der letzte Mann" und "Faust - Eine deutsche Volkssage" Friedrich Wilhelm Murnau zur Seite gestanden. Mit diesem arbeitete Ulmer auch ab 1926 in Hollywood, bevor er selbst als "Low-Budget"-Regisseur Karriere machte. Ulmer starb im September 1972 in Woodland Hills, Kalifornien.