Niki de Saint Phalle wollte immer "besser als alle Männer sein". Doch der übermäßige Ehrgeiz der 1930 geborenen französisch-amerikanischen Künstlerin ist eher im Durchschnitt stecken geblieben. Auch wenn ihre "Nanas", die archaiisch anmutenden Frauenfiguren mittlerweile in jedem gut betuchten Yuppi-Haushalt am Glastischchen stehen, wirkliche Anerkennung haben die Figuren ihr nicht gebracht. Dafür aber massenhaft Großaufträge für Skulpturen, die bis 29 Meter lang, sechs Meter hoch und neun Meter breit sind (wie ihre begehbare Liegefigur).

Der preisgekrönte Filmemacher Peter Schamoni wandelte mit Niki de Saint Phalle auf den Spuren der Künstlerin und versucht, ihre Welt zu erklären. Der Versuch ist allerdings nicht wirklich geglückt. Auch wenn die Reise ins Reich der "Nanas" in die Toscana, in die USA, nach Kanada, Israel, Deutschland und auch Frankreich führt. Leider nur ein Pflichttermin für all jene, die ihren Gästen die eigene "Nana" im Wohnzimmer mal erklären wollen. Auch wenn "Niki de Saint Phalle - Wer ist das Monster - du oder ich?" den Bayerischen Filmpreis und eine Nominierung zum Bundesfilmpreis erhielt.