Irgendwo in der Nähe der deutsch-polnischen Grenze liegt das von der Zeit vergessene Dorf Dunkelhäuser mit seinen exzentrischen Bewohnern. Einzig der junge, mutterlose Milan scheint halbwegs normal zu sein. Ganz im Gegensatz zu seiner Großmutter, die eine Hexe ist, oder seinem Vater, ein ewig besoffener Trinker. Als Milan eines Tages einem jungen Polen im Wald begegnet, ist dies der Auftakt zu äußerst skurrilen Ereignissen...

Ein absurdes und schräges Heimatmärchen, von Langfilmdebütantin Sabine Michel nach dem preisgekrönten Drehbuch von Autor, Schauspieler und Regisseur Thomas Wendrich ("Wege in die Nacht") recht lakonisch inszeniert. Für die wunderbaren Bilder sorgte dabei der renommierte Kameramann Jürgen Jürges ("Angst essen Seele auf", "Die flambierte Frau", "Ghettokids", "Wolfzeit"). Als Milan überzeugt hier einmal mehr Hauptdarsteller Sebastian Urzendowsky, der bereits 1998 mit seiner ersten großen Rolle in "Paul Is Dead" (seinerzeit noch als Sebastian Schmidtke) auf sich aufmerksam machte. Danach spielte er in Produktionen wie "Ein Leben lang kurze Hosen tragen" (als junger Kindermörder Jürgen Bartsch), "Im Schatten der Macht", "Das blaue Wunder", "Pingpong" sowie in dem von der Kritik gefeierten Mehrteiler "Blackout - Die Erinnerung ist tödlich".

Foto: Novapool