Christopher Wallace ist in seiner Kindheit braver Schüler einer katholischen Lehranstalt. Zu diesem Zeitpunkt ahnt noch niemand, dass aus ihm eines Tages einer der berühmtesten Rap-Stars der USA werden soll. Erst als ein Demo-Band von "Biggie", so Christophers Spitzname wegen seiner Körperfülle, in die Hände des Rap-Impresarios Sean "Puffy" Combs gelangt, ist der Grundstein zu seiner Karriere als "The Notorious B.I.G." gelegt. Schnell ist er der Liebling der Frauen, sein erstes Album "Ready to Die", wird ein Riesenhit. Doch schon bald wird "Biggie" in Auseinandersetzungen verwickelt, die aus dem Ruder laufen ...

Regisseur George Tillman Jr. ("Men Of Honor") setzte dem aus Brooklyn/New York stammenden Rapper hier ein filmisches Denkmal, das allerdings allzu klischeehaft und recht oberflächlich und langatmig daher kommt. In der Rolle des jungen Christopher ist dessen Sohn Christopher Jordan Wallace zu sehen, den erwachsenen Wallace spielt der wuchtige Rapper Jamal Woolard, der in seinem Filmdebüt durchaus zu überzeugen weiß. Bis heute ist nicht geklärt, wer den East-Coast-Rapper Christopher Wallace am 9. März 1997 im Alter von 24 Jahren aus einem fahrenden Auto heraus in Los Angeles/Kalifornien erschoss. Die Täter wurden nie gefasst, man vermutete jedoch, dass sein Tod in Zusammenhang mit dem Mord an dem erfolgreichsten West-Coast-Rapper aller Zeiten, Tupac Shakur, stand. Der seinerzeit 25-jährige war nur wenige Monate zuvor am 7. September 1996 in Las Vegas/Nevada hinterhältig aus einem vorbeirasenden Auto heraus angeschossen worden. Sechs Tage später erlag der Musiker und begabte Schauspieler ("Gridlock'd - Voll drauf!", "Gangland - Cops unter Beschuss") seinen schweren Verletzungen. Auch sein oder seine Mörder laufen noch heute frei herum. Tillmans Drama präsentiert hier keine neuen Erklärungsansätze und auch die Rivalitäten im immer noch umkämpften US-Rapgeschäft bleiben hier außen vor. Kein Wunder, denn Bad Boy Worldwide Entertainment Group, die Firma von Sean "Puffy" Combs, ist Mitproduzent und an Legendenbildung allein schon finanziell interessiert. Ihr Musikableger Bad Boy Records war neben Death Row Records seinerzeit übrigens tief in die Auseineinandersetzungen zwischen East-Coast- und West-Coast-Rappern verstrickt. Deshalb: wie "8 Mile" und "Get Rich Or Die Tryin' nur ein Film für Rap- oder ausgemachte "Notorious"-Fans!

Foto: Fox