Michel (Bruno Podalydès) führt ein ganz normales, aber auch ereignisloses Leben. Statt seinem gewöhnlichen Job nachzugehen, würde er viel lieber mit einer Propellermaschine Luftpost austragen wie einst sein großes Idol Jean Mermoz.

Dieser Wunsch erfüllt sich zwar nicht, aber eines Tages entdeckt Michel etwas, das dem zumindest von der Form des Gefährts her nahekommen könnte: ein Kajak. Kurzerhand und ohne seine Gattin um Erlaubnis zu bitten, ordert er eines im Internet, um es dann heimlich zusammenzubauen und in Fantasien zu schwelgen.

Lange kann er seine neue Leidenschaft jedoch nicht verheimlichen - und bringt damit einen Stein ins Rollen, denn seine Frau verbietet ihm das Hobby nicht etwa, sondern setzt ihn an einem Fluss aus. Diesen soll Michel nun entlangschippern. Dabei macht er neue Erfahrungen und Bekanntschaften wie die von Laëtitia (Agnès Jaoui) und Mila (Vimala Pons).

Schräge Lebenszäsur

Bruno Podalydès spielt in dieser französischen Komödie nicht nur die Hauptrolle, sondern gibt auch direkt den Regisseur und Drehbuchautor in Personalunion.

Als wäre dies nicht bereits genug an Aufgabe, hat er sich für sein Werk vorgenommen, das Thema Midlife-Crisis im Kontrast darzustellen. Was eigentlich als deprimierend und dröge aufgefasst wird, wirkt durch Podalydès' Blickwinkel nun leichtfüßig und amüsant, garniert mit einer Portion Urlaubsfeeling sowie skurrilen Charakteren und Situationen.

Dieser verrückte Mischmasch entgleitet dem Filmemacher allerdings auch gelegentlich, sodass er sein Ziel aus den Augen zu verlieren scheint.

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