Frankreich im Frühjahr 1940: Zu Beginn der deutschen Invasion verlassen tausende Franzosen ihre Heimat, um im südlichen, unbesetzten Teil des Landes Zuflucht zu suchen. Unter ihnen ist der Mechaniker Julien mit seiner schwangeren Frau und dem dreijährigen Töchterchen. In dem Zug, der sie aus der Gefahrenzone bringen soll, werden die Männer in den Güterwagen untergebracht, die Frauen, Kinder und Greise haben Anrecht auf die Personenwagen. In einer Nacht hilft Julien in einem unbedeutendem Bahnhof der deutschen Jüdin Anna, die auf der Flucht ist, in den Güterwagen zu steigen. Schnell entwickelt sich zwischen den beiden eine intensive Liebesbeziehung, bis sie am Ende der Reise das Schicksal wieder trennt.

Pierre Granier-Deferre, Regisseur von so unterschiedlichen Werken wie "Die Katze" (1971), "Adieu, Bulle" (1975) und "Ertrinken verboten" (1987), drehte ein einfühlsames, psychologisch fein nuanciertes Werk über das Schicksal eines Menschen, das vor allem durch Krieg und das damit verbundene Flüchtlingselend geprägt wird. Romy Schneider gibt hier eine ihrer besten Vorstellungen.

Foto: RBB/Degeto