Eine Schlagzeile, die heutzutage fast keine mehr ist: die Inhaftierung führender Köpfe aus Wirtschaft und Politik. Dieses Schicksal hatte auch Grégoire Jeancourt, einen reichen Industrieboss, ereilt. Anschließend setzt er seinen ersten Schritt in die Freiheit in ein Café. Seine Frau, eine feine Dame aus dem Großbürgertum, hat große Probleme, den verträumten Mann im Trainingsanzug als ihren ehemals tüchtigen Gatten zu identifizieren. Zurück in der familiären Bleibe und im Kreis seiner Kinder fällt der ehemals Arbeitssüchtige mit einem völlig veränderten Verhalten gänzlich aus dem Rahmen. So friert seine bereits zuvor frostige Beziehung zu seiner Frau Agnès zunehmend ein. Auch entlädt sich die Spannung im Verhältnis zu seinem Bruder Louis nicht. Dieser ist ein beliebter Star-Moderator im Fernsehen und eine positive Berichterstattung über seinen Bruder Grégoire liegt ihm sehr am Herzen. Daher setzt er alles daran, dessen Rückkehr auf die öffentliche Bühne so glimpflich wie möglich zu gestalten. Und der Ex-Häftling scheint mit allem, was in seiner Umgebung passiert, ausnahmslos einverstanden, auch mit den Plänen von Louis. Doch im Moment des entscheidenden Fernsehinterviews unterläuft er alle brüderlichen Anstrengungen durch plötzliches Verstummen - wie ein Wesen von einem anderen Planeten scheint Grégoire nicht nur hier entschieden fehl am Platz. Auch seine Versuche, Kontakt mit Menschen aus weniger privilegierten Kreisen aufzunehmen, wie beispielsweise mit der Friseurin seiner Frau, Stéphanie, laufen ins Leere. Scheinbar hat der Gefängnisaufenthalt den Charakter des gestandenen Managers komplett umgekrempelt. Die soziale Reintegration: ein Ding der Unmöglichkeit für Grégoire?