Und weiter geht’s mit der nervigen Lebensbeichte der Nymphomanin Joe, die sich schließlich sogar ihrem asexuellen Helfer bzw. Retter hingibt. Sie erzählt von ihrer Beziehung zu Jerome, der sie einst entjungferte und zu dem sie Jahre später zurückkehrte. Doch die langweilige Beziehung nicht ertragend, suchte Joe bald Heil in wahllosem Sex wie etwa mit dem Sado-Maso-Künstler K, der ihr lehren wollte, über den Schmerz zurück zur Lust zu finden ...

Wenn Regisseur Lars von Trier eines gelungen ist, dann nicht dieser Zweiteiler, sondern die Marketingkampagne, die dahintersteckt. Schon die pure Behauptung, einen "echten Pornofilm" zu drehen, trug dazu bei, die Neugierde auf den Film zu wecken. So versprechen auch die Plakate Sexszenen mit namhaften Mimen. Doch das Ergebnis ist schlicht öder Voyeurismus fernab jeglicher Erotik mit voller "Rammstein"-Dröhnung. Auch wenn hier der seelische Niedergang einer sexbesessenen Frau erzählt wird, vermag dies in der hier gezeigten Form vielleicht nur gestörte Geister wirklich zu packen.



Foto: Concorde/Christian Geisnaes