Helmer hat sein ganzes Leben auf dem Bauernhof gearbeitet und muss sich nun seit geraumer Zeit auch noch um seinen bettlägerigen Vater kümmern. Doch Helmer ist es leid. Er schafft den Vater noch oben, räumt unten auf und um, will sein Leben neu gestalten. Allerdings holt ihn der zermürbende Alltag schnell wieder ein. Erst als sein Neffe Henk bei ihm das Arbeiten erlernen soll, ändert sich Helmers tristes Leben – zumindest kurzzeitig ...

Dank der starken Darsteller Jeroen Willems (hier in einer seiner letzten Rollen) und Henri Garcin als dessen Vater kann man diesem trüben Alltagstreiben viele quälende Einstellungen und unnötige Längen noch halbwegs verzeihen. Während das distanzierte, äußerst kühle Verhältnis zwischen Vater und Sohn durchaus glaubwürdig und bitter erzählt wird, wirken andere Konstellationen (das homoerotische Verhältnis zum Neffen oder das zum ebenfalls homosexuellen Milchfahrer) überkonstruiert. Insgesamt hätte man vor allem seitens der Regie mehr aus diesem Drama um Hoffnungslosigkeit herausholen können.



Foto: Salzgeber/Victor Arnolds